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Freitag, 23. Dezember 2011, 18:39 Uhr

von Niesewand: "Einen großen Schritt nach vorne gemacht!"

Der Farmsener Rennfahrer blickt trotz viel Pech auf ein starkes Jahr im Renault Clio Cup zurück

Hamburg-Farmsen (FWA) - Mit großen Erwartungen startete Marc-Uwe von Niesewand im Mai dieses Jahres in die Premieren-Saison des neuen Renault Clio Cup Bohemia. Doch anstatt konstant zu punkten und am Ende ein Wörtchen um die Titelvergabe mitzureden, erlebte der Farmsener Rennfahrer in 2011 eine regelrechte Achterbahnfahrt, in der sich fast an jede Top-Platzierung auch ein zumeist unverschuldeter Ausfall anschloss. So reichte es für den 28-jährigen Piloten am Ende nur zu Platz sechs in der Fahrerwertung des beliebten Markenpokals. Trotzdem zieht von Niesewand ein positives Fazit: "Ich bin sehr starke und erfolgreiche Rennen gefahren. Zwar hatte ich auch viel Pech, aber es überwiegt das gute Gefühl, dass ich motorsportlich einen sehr großen Schritt nach vorne gemacht habe. Ich denke, wir haben in diesem Jahr die Basis für eine erfolgreiche Zukunft gelegt."

Bereits im vergangenen Winter hatte der Hamburger die Weichen für sein Engagement im Motorsport neu gestellt und war mit seinem Renault Sport Clio III RS zum Schweizer Team Schläppi Racing gewechselt. "Ich kenne Mathias Schläppi ja schon seit Jahren und bin früher in der ADAC Procar Serie unzählige Rennen gegen ihn gefahren. Daher weiß ich, dass die Autos, welche Schläppi Racing einsetzt, immer mit der sprichwörtlichen Schweizer Präzision vorbereitet werden und ich in dieser Mannschaft bestens aufgehoben bin."

[image] Doch bereits beim Saisonauftakt im badischen Motodrom von Hockenheim musste von Niesewand feststellen, dass auch das beste Fahrzeug nichts nützt, wenn auf der Strecke das nötige Rennglück fehlt. Im ersten Lauf kam er gerade einmal drei Kurven weit, als vor ihm zwei seiner Gegner sich berührten und dabei einer genau vor Marc-Uwe's Auto schleuderte. Es kam zu einem Frontal-Crash, der für den Fahrer den ersten ‚Nuller' und für sein Team eine Menge Arbeit bedeutete. Erst im zweiten Durchgang lief alles perfekt und von Niesewand bedankte sich bei seiner Mannschaft mit einer sensationellen Aufholjagd, die ihn am Ende sogar noch aufs Siegerpodest brachte.

Bei der nächsten Veranstaltung auf dem Slovakiaring bei Bratislava lief es genau umgekehrt. Im ersten Rennen fuhr Marc-Uwe als Vierter über die Ziellinie, doch im zweiten Lauf raste ihm gleich am Ende der Start-Ziel-Geraden ein Konkurrent so vehement ins Heck, dass der Clio des 28-jährigen ins Kiesbett flog und das Rennen für Marc-Uwe beendet war, bevor es richtig begonnen hatte. Den absoluten Tiefpunkt der Saison 2011 stellte jedoch von Niesewand's Heimrennen auf dem Nürburgring dar. Erneut erreichte der gebürtige Adenauer nach einem beherzten Rennen als Zweiter einen Platz auf dem Siegertreppchen, doch bei der anschließenden Kontrolle fanden die technischen Kommissare eine Unregelmäßigkeit an den vorderen Stoßdämpfern, die zur Disqualifikation führte.

"Es fehlten zwei kleine Gummiringe, sogenannte ‚bump stopper'. Unfassbar, denn wir haben beim Einbau des Cup-Fahrwerks zum Saisonbeginn peinlichst genau darauf geachtet, dass sich sowohl auf den Federn als auch den Dämpfern die Originalnummern befinden. Warum diese Gummiringe in meinen Stoßdämpfern nicht eingebaut waren, können wir uns absolut nicht erklären", so das enttäuschte Mitglied der RSG Hamburg, dem als einziger Trost blieb, dass keiner seiner Mitbewerber ihm eine Absicht unterstellte.

[image] Erst zum Beginn der zweiten Saisonhälfte konnte von Niesewand einen vorläufigen Schlussstrich unter seine Pechsträhne setzen. In der Motorsportarena Oschersleben, einer sehr anspruchsvollen Strecke, die dem Renault-Piloten schon immer lag, fuhr er im ersten Durchgang als Zweiter über die Ziellinie und konnte wenig später in Lauf zwei nach einer souveränen Vorstellung endlich den ersten Sieg feiern. In der Tabelle machte der Norddeutsche damit noch einmal eine großen Sprung nach vorne, doch durch die vielen vorangegangenen ‚Nuller' war der Rückstand bereits zu groß geworden, um noch um den Meistertitel mitzukämpfen. Auch beim letzten Lauf in Brünn dominierte Marc-Uwe das ganze Wochenende. Doch wegen Ignorierens einer gelben Flagge erhielt der Wirtschaftsingenieur eine Zeitstrafe, die ihn um den verdienten Sieg brachte. "Ich hatte ein grandioses Auto und konnte alle 30 Konkurrenten besiegen, doch im Zweikampf habe ich eine gelbe Flagge übersehen. Sie wurde rechts geschwenkt, nur genau dort verdeckte mir gerade ein Konkurrent, den ich überholen wollte, die Sicht. Ausreden zählen jedoch bekanntlich nicht und somit habe ich den sicheren Sieg verschenkt."

Aber wer Marc-Uwe von Niesewand kennt, der weiß, dass dieser sich so schnell nicht unterkriegen lässt. Bereits jetzt arbeitet er mit Hochdruck an den Vorbereitungen für das kommende Jahr und wird alles daran setzen, in 2012 wieder mit konstant guten Ergebnissen anstatt mit Ausfallmeldungen auf sich aufmerksam zu machen. Alle Informationen zu den zurückliegenden Rennen sowie stets aktuelle News und Fotos gibt es auf der Homepage des Rennfahrers: www.von-niesewand.de.

Text und Foto(s): F. Wagner / Pitwall Media Office

 

Freitag, 11. November 2011, 20:30 Uhr

Saisonabschluß in Oschersleben

Einer geht noch...
30.10. war ein Termin in Oschersleben - Börde Sprint.
Zum Saisonabschluss wollten wir noch einmal das Potential unseres Clio´s mit gleichen und stärkeren Fahrzeugen testen.

Sonntag Morgen, es war kalt, ging es los. Die Strecke war noch feucht und somit etwas slippery. Im Training machten sich beide Fahrer mit den Gegebenheiten vertraut. Die eingeflossenen Änderungen am Fahrzeug machten sich positiv bemerkbar.
Am Ende des freien Trainings standen wir auf Gesamtposition 4, schnellster Clio und vor uns nur PS stärkere BMW und SEAT Supercopa sowie ein Ford Puma.
Im Quali erreichte Thorsten dann nur den 13. Platz von 26 Fahrern.
Von Platz 3 bis 13 lagen keine 2 Sekunden dazwischen !
Thorsten erwischte einen super Start und kam aus Runde 1 auf Position 8 an uns vorbei.
Er überholte in den folgenden Runden einen nach dem anderen, der Bann war gebrochen und das Vertrauen gefasst.
Der härteste Kampf war auf Pos. 5 vorzufahren.
Hier waren ein Clio 3 RS und Clio 2 gut unterwegs.
Thorsten fuhr die Lücke zu und konnte beide dann mit einem beherzten Überholmanöver überholen.
In den folgenden Runden galt es noch weiter nach vorne zu kommen. Er knackte noch den Clio 3 RS der auf Position 4 lag.
Auf diesem Platz kam er dann auch ins Ziel, ein super Erfolg. Nachdem Thorsten unseren Clio im Park fermé abgestellt hatte freuten wir uns alle über dieses tolle Ergebnis. Thorsten wäre gerne noch weiter gefahren, so viel Spaß hat im das Rennen und die Strecke gemacht.
Kevin holte dann den Clio in die Box und bei der Einfahrt hörte Günther schon den Schaden...
Der Motor hatte bei niedriger Drehzahl nur noch 3 Zylinder. Schnell die Zündkerzen gewechselt, denn Kevin sollte das Zusatzrennen noch fahren, aber das blieb leider ohne Erfolg.
Um den Motor nicht vollständig um die Ecke zu bringen, entschied Günther das Rennen nicht zu starten. Mit hängendem Kopf musste Kevin nun diese Entscheidung hin nehmen.
Der Motor hatte uns, mit kleinen Revisionen, 3 Jahre treue Dienste geleistet !!
Wir luden auf und fuhren dann den langen Heimweg nach Hamburg zurück.

Spaß hat es trotzdem gemacht und wir sind uns sicher, dass wir nicht das letzte Mal in Oschersleben gewesen sind. Der Clio mit der Strecke - das bringt einfach Spaß, selbst für die Zuschauer.

 

Freitag, 11. November 2011, 20:01 Uhr

Saison-Ende und Meister... ?

Das letzte Rennen für dieses Jahr in Padborg war am 15.10., also eine soooooo lange Sommerpause, dass beide Fahrer schon unter Entzugserscheinungen litten.

Unser Lieblingsgegner, der Porsche GT3, war wieder mit dabei und noch einige andere starke Autos. Sollten wir die Meisterschaft dadurch verlieren ? Wir hatten einen Streichlauf und dann noch das...

Es war bitter kalt und der Asphalt kam nicht auf Temperatur - also kein Grip weit und breit.
Der liebe Gott meinte es dann aber doch gut mit uns und schickte die Sonne dann doch noch raus.
Das nützte uns leider nicht sooo viel, den nach dem Quali waren wir für das erste Rennen nur auf Startplatz 4 wieder zu finden.
Nun hieß es weiter nach vorne fahren, das war gar nicht so einfach dieses Mal.
Mit frischen Reifen ging es für Thorsten an den Start.
In den ersten Runden nach dem Start konnte Thorsten die beiden vor ihm liegenden Autos überholen und setzte sich auf Position 2. Der entstandene Abstand zum führenden Porsche schien uneinholbar.
Thorsten beendete das Rennen somit auf Platz 2.
Thorsten und Kevin hatten in einem Briefing besprochen, dass es die einzigste Chance war, aktiv die Meisterschaft zu gewinnen - man musste den Porsche zu einem Fahrfehler treiben...

So langsam wurde es annehmbar wärmer. Im Rennen 2 startete Kevin. Er konnte dem Porsche in den ersten Runden mächtig Druck machen. Aus dem Briefing sollte nun Wahrheit werden, denn Kevin blieb so konstant und dicht hinter dem Porsche, das dieser dann in der 6. Runde zu schnell durch eine Schikane fuhr und dann die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Der Porsche grub sich soweit in den Acker, das er nicht wieder raus kam um evtl. noch weiter zu fahren.
Bei der nächsten Vorbeifahrt von Kevin war er an Position 1 und unsere Freude darüber war sehr groß - Meisterschaft wir kommen...

Nach dem Zieleinlauf war klar - Klassensieg und Gesamtsieg. Reichten die Punkte ?? Ein banges Zittern und Warten auf die Ergebnislisten.
Nach unseren Hochrechnungen waren wir nur 2ter, aber wir gewannen mit 196 Punkten und damit 1 (einen) Punkt vor dem Vizemeister, einem BMW.

GESCHAFFT - Klassensieger - Gesamtsieger - MEISTER !!!

Auf gehts ins nächste Jahr und wir freuen uns schon jetzt darauf.

Danke hier einmal an alle Sponsoren, an die Firma Becker Automobile GmbH und Co. KG für die kostenlose Benutzung der Werkstatt, der Firma Olaf Blohm für das tolle Design unseres Autos, der RSG Hamburg für die Bereitstellung dieser Plattform und dem ADAC Hansa für das Equipment.

 

Freitag, 11. November 2011, 19:37 Uhr

RSG / ADAC - Padborg-Sprint-Rennen

Lange sind wir nicht dazu gekommen, Berichte von den Dänemark Rennen zu schreiben. Durch Schule, Beruf und Gesundheit war es uns leider nicht möglich.
Aber nun...
Eins stand für uns am Anfang der Saison fest - wir wollten wieder Meister werden !!!
Thorsten und Kevin waren super gut motiviert und auch der Rest vom Team hatte seinen Beitrag dazu beigetragen.
Am 30.7. war vor der Sommerpause unser vorletztes Rennen.
Bei super Wetter, Kevin wünsche sich dann doch mal Regen, ging es wie immer ans Training.
Für beide Fahrer ging es darum, sich an die neue WAAGEBALKEN Bremsanlage zu gewöhnen.
Auf der Bremse hatten wir mit der bremskraft verstärkten Anlage so unsere Probleme.
Selbst beim kleinsten Antippen der Bremse, konnte man die Reifen zum Stehen bringen.
Jetzt konnte man hart in Pedal treten und hatte gleichbleibende Bremswirkung. Beide Fahrer konnten sich schnell mit der konstanten Bremse anfreunden.
Natürlich fuhren wir die Pole raus und so konnte Thorsten, wie immer, ins erste Rennen starten.
Der mit uns angetretene Turbo GOLF von Hauser konnte die ersten Runden noch gut mithalten, wurde dann aber zur Mitte des Rennen immer langsamer. Die Reifen gaben auf und so konnte Thorsten das Rennen souverän beenden.
Auch das zweite Rennen, in dem Kevin an den Start ging, lief ähnlich ab.
Auf alle Fälle war uns der Klassen- und Gesamtsieg wieder sicher. Einen Schritt näher an die Meisterschaft heran.

Das 4. Rennen im September konnten wir leider, wegen Terminüberschneidungen, nicht betreiten.

 

Mittwoch, 07. September 2011, 22:01 Uhr

6. Lauf ADAC Procar, Eurospeedway Lausitzring

Gerne würde ich hier meine Eindrücke des Rennwochenendes niederschreiben, aber dies bleibt für dieses eine Mal verwährt.
Aus gesundheitlichen Gründen konnte und durfte ich nicht in der Lausitz an den Start gehen und musste stattdessen von zu Hause aus das Geschehen verfolgen. Was meine Stimmung nicht gerade aufhellte, denn einfach war es für mich nicht zu sehen wie die Rennen losgingen, da ich wusste, dass ich normaler weise dabei gewesen wäre um meine Plätze in der Rookie-Wertung und auch in der Gesamtwertung zu verteidigen. So musste ich als passive Mitstreiterin das Geschehen vor dem PC verfolgen.
Aus der Ferne drückte ich meinem Team die Daumen und hoffte auf gute Ergebnisse. Und es hat auch etwas gebracht und ich gratuliere Ralf und Lukas zu Ihren hervorragenden Platzierungen. Gerne hätte ich bei diesem spannenden Rennen mitgemischt um mein Punktekonto nach vorne zu bringen und um auf einer tollen Strecke zwei spannende Rennen auszutragen. Denn an Spannung hat es nicht gemangelt.
Ich hoffe nun bis zum Rennen in Assen wieder fit zu sein und das OK zu bekommen wieder angreifen zu können. Denn abgesehen von meiner Stimmung an diesem Wochenende, die ich meiner Familie nicht noch einmal zumuten möchte, sitze ich lieber aktiv am Steuer als passiv vor dem PC.
Ich hoffe, dass ich am Ende dieser Woche genauere Ergebnisse habe und Gewissheit bekomme, wann ich mich wieder an das Steuer setzen kann.
Ich gratuliere noch einmal allen Siegern und meinem Team zu zwei hervorragenden Rennen auf dem Eurospeedway in der Lausitz und hoffe darauf, Euch in Assen wieder anzutreffen und bei meinem „Heimrennen“ wieder Punkte zu holen.
Bis dahin,

Eure Saskia Müller

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