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Berichte unserer Mitglieder

Freitag, 11. Oktober 2013, 08:45 Uhr

Vorzeitiges Saisonende in der VLN für Marc-Uwe von Niesewand

Der Farmsener Rennfahrer wird bei den letzten beiden Rennen nicht mehr an den Start gehen

Hamburg-Farmsen (FWA) - Bei den letzten beiden Saisonrennen der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring werden die in der Regel mehr als 20.000 Zuschauer entlang der altehrwürdigen Nordschleife vergeblich auf den Opel Astra OPC von Marc-Uwe von Niesewand warten. Nachdem der Farmsener Rennfahrer nur in zwei der sieben bisher ausgetragenen Veranstaltungen die Zielflagge sah, ansonsten aber sehr oft mit technischen Problemen strandete, zog das Team Auto-Weiland aus Mühlheim bei Frankfurt jetzt die Konsequenzen und sagte die Teilnahme beim DMV 250 Meilen-Rennen am kommenden Wochenende sowie dem Münsterlandpokal in zwei Wochen.

Mit großen Erwartungen war von Niesewand in die Premierensaison des neuen Markenpokals von Opel gestartet. Nach dem er von Teamchef Matthias Weiland im April zu einer Testfahrt eingeladen worden war und dort sein Können unter Beweis gestellt hatte, ersetzte Marc-Uwe bereits ab dem zweiten Lauf die bisherige Fahrerin und teilte sich den ca. 300 PS starken Tourenwagen aus Rüsselsheim mit den beiden Stammpiloten Guido Wirtz (Köln) und Christopher Rink (Frankfurt). Doch beim ACAS H&R Cup kam nach 20 Runden das vorzeitige Aus und auch bei zwei weiteren Rennen sah von Niesewand aufgrund von technischen Problemen nicht die Zielflagge. Negativer Saisonhöhepunkt war ein spektakulärer Unfall, bei dem der 30-jährige Norddeutsche durch den Verbremser eines Konkurrenten aus dem Rennen gerissen und das Auto erheblich beschädigt wurde.

"Nach meinem Meistertitel im Renault Clio Cup 2012 hatte ich mich riesig darauf gefreut, in diesem Jahr mit dem fast 100 PS stärkeren Opel auf meiner Lieblingsstrecke, der Nürburgring-Nordschleife, an den Start zu gehen", so der Sohn des bekannten Rennfahrers und 24-Stunden-Rekordstarters Uwe Reich. "Leider ist es meinen Teamkollegen und mir das gesamte Jahr über so gut wie nie gelungen, unseren Speed auf der Strecke auch in zählbare Ergebnisse umzuwandeln." Lediglich beim Saisonhöhepunkt, dem ADAC Ruhr-Pokal-Rennen über die Distanz von sechs Stunden, schafften Wirtz, Rink und von Niesewand als Dritte den Sprung auf das Siegerpodest. Nachdem das Team in den beiden folgenden Rennen jedoch erneut ausfiel und bei der Punktevergabe leer ausging, beschloss man gemeinsam, den rot-weißen Opel Astra mit der Startnummer 361 in diesem Jahr nicht mehr einzusetzen.

"Der Opel Astra OPC Cup ist eine tolle Sache. Das zeigt schon alleine die Tatsache, dass er sich mit teilweise mehr als 20 Startern auf Anhieb zu einer der teilnehmerstärksten Klassen in der VLN entwickelt hat. Leider hatten wir genau wie viele andere Teilnehmer, die aus anderen Klassen umgestiegen sind, einige Probleme damit, unsere Fahrweise auf den sehr seriennahen Tourenwagen umzustellen, denn den darf man eben nicht so hart rannehmen wie ein reinrassiges Rennauto", macht das Mitglied der RSG Hamburg den Versuch einer Erklärung. "Letztendlich musste das Team aber in erster Linie erkennen, dass man in diesem Jahr nach den zahlreichen technisch bedingten Ausfällen die selbst gesteckten Ziele nicht mehr erreichen konnte und hat daraus die einzig logische Konsequenz gezogen."

Matthias Weiland wird sich nun für den Rest der Saison voll auf den Einsatz seines Carrera 911 in der Porsche Cup-Klasse der Langstreckenmeisterschaft konzentrieren, während von Niesewand die nächsten Wochen dazu nutzt, um in aller Ruhe verschiedene Möglichkeiten für die Fortsetzung seiner bisher erfolgreichen Karriere im Automobilsport zu sondieren. Nach seinem vielversprechenden Test im Porsche Carrera Cup am Anfang des Jahres wäre der Umstieg in den Zuffenhausener Sportwagen für den Lufthansa-Projektingenieur natürlich ein Traum. Doch der ließe sich für Marc-Uwe budgetbedingt nur mit der großzügigen Unterstützung von Sponsoren realisieren. Wie es für von Niesewand weitergeht, bleibt also zunächst abzuwarten.

Text: F. Wagner - Pitwall Media Office

Dienstag, 27. August 2013, 21:06 Uhr

Endlich wieder ein Podiumsplatz für Marc-Uwe von Niesewand

Beim fünften Lauf der VLN platzte der Knoten - Von Startplatz neun bis aufs Treppchen

Der Saisonhöhepunkt der diesjährigen VLN Langstrecken-Meisterschaft Nürburgring war zugleich auch das bisherige Highlight des Rennfahrers Marc-Uwe von Niesewand. Beim ADAC Ruhrpokal-Rennen, welches als einzige Veranstaltung im Kalender der beliebten Breitensportserie über sechs anstatt vier Stunden ausgetragen wird, zeigten der Farmsener Motorsportler sowie seine beiden Teamkollegen Guido Wirtz (Köln) und Christopher Rink (Frankfurt) eine beeindruckende Aufholjagd, welche am Ende mit Rang drei belohnt wurde. Damit holte die neu formierte Mannschaft im fünften Rennen endlich ihren ersten Podiumsplatz.

Nach dem Zeittraining auf der 24,358 km langen Kombination aus Sprintstrecke und Nordschleife hatte es noch so ausgesehen, als müssten sich von Niesewand und seine Partner einmal mehr der teilweise wesentlich erfahreneren Konkurrenz geschlagen geben. Nach fünf gefahrenen Runden wurden 9:35,154 Minuten als Bestzeit des Teams Auto-Weiland notiert, was lediglich für die neunte Startposition im Feld der Opel Astra OPC Cup-Fahrzeuge reichte. Auf den schnellsten Mitbewerber fehlten dem Trio fast zehn Sekunden. "Wir haben einfach keine perfekte Qualifikationsrunde hinbekommen", ärgerte sich das Mitglied der RSG Hamburg hinterher. "Zu Beginn war sehr viel Verkehr auf der Strecke und später bremste uns dann eine lange Ölspur. Erst ganz zum Schluss konnten wir dann noch einmal angreifen, aber für einen besseren Startplatz hat die Zeit leider nicht mehr gereicht."

Bereits in den ersten Stunden des Rennens spielte die Mannschaft rund um den Mühlheimer Teamchef Matthias Weiland dann aber ihre Stärke aus und machte mit konstant schnellen Runden einen Platz nach dem anderen gut. Auf Rang sechs liegend, übergab Startfahrer Guido Wirtz den ca. 300 PS starken Astra Turbo an Marc-Uwe von Niesewand und dem 30-jährigen Lufthansa-Projektingenieur gelang es, in seinem Stint sogar bis an die dritte Stelle vorzufahren, die Christopher Rink schließlich trotz widriger Witterungsverhältnisse bis ins Ziel verteidigte.

"Vielleicht wäre heute sogar noch etwas mehr drin gewesen, aber bei einem Überholversuch kollidierten wir mit dem Zweitplatzierten und beschädigten dabei eine Felge", erklärte von Niesewand nach der Siegerehrung. "Außerdem machte der einsetzende Regen den Eifelkurs zu einer reinen Rutschpartie für unser mit Slicks bereiftes Auto. Deshalb haben wir uns am Ende alle riesig über die Podiumsplatzierung gefreut."

Text: F. Wagner / Pitwall Media Office

Montag, 19. August 2013, 21:36 Uhr

DKM: Vier Meisterschaftsanwärter vor dem Finale

So spannend war eine DKM-Saison schon lange nicht mehr. Vor dem Finale in Genk haben mit Hannes Janker (TB Motorsport Racing Team), André Matisic (KKC Racing/PDB-Germany), John Norris (Mach1 Motorsport) und Dennis Marschall (TB Motorsport Racing Team) gleich vier Fahrer Titelchancen. Dabei sah es am Samstag noch nach einem dominanten Durchmarsch von Hannes Janker aus. Der amtierende Junioren-Champion ließ seiner Konkurrenz keine Chance und enteilte in den Heats mit Vollgas an der Spitze. „Gerade gibt es keinen Grund zum Meckern. Ich habe in beiden Vorläufen das Tempo vorgegeben und am Ende sogar meine Reifen geschont. Jetzt drücke ich die Daumen, dass es morgen nicht regnet“, Janker gespannt.

Der Wettergott schien die Gebete des Franken aber nicht erhört zu haben. Auf nasser Fahrbahn musste er im ersten Finale die Zügel an seine Konkurrenz abgeben. In der ersten Rennhälfte sah alles nach einem Sieg für Kim Oomen (Keijzer Racing) aus. Die schnelle Niederländerin führte die Meute an und setzte sich sogar leicht vom Feld ab. Doch zur Halbzeit brach ihre Performance ein und sie musste John Norris passieren lassen. Der Meisterschaftszweite legte mächtig zu und baute auf abtrocknender Strecke seine Position bis zum Fallen der Zielflagge aus. „Ich habe mich wohl gefühlt und konnte ein gutes Rennen fahren“, fasste der Ire zusammen. Ebenfalls gut gerüstet war André Matisic: Nach viel Pech am Samstag, meldete er sich eindrucksvoll zurück und landete als Zweiter auf dem Siegerpodium. Komplettiert wurde dieses von Dennis Marschall als Dritter. Hinter dem vierten Kasper Larsen (Keijzer Racing) zeigte Denis Bulatov (RED Racing) eine tolle Aufholjagd, er verbesserte sich von Rang 16 auf Platz fünf. Wenig Freude hatte indessen Hannes Janker, nach seinen Siegen am Samstag reichte es diesmal nur zu Position elf.

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Aufregend begann das letzte Rennen des Wochenendes. Pole-Setter John Norris wurde schon in der ersten Kurve in einen Unfall verwickelt und musste aufgeben. Seinen ersten Saisonsieg fuhr hingegen André Matisic ein. Schon vor dem Start wusste der Hamburger, dass er das Zeug dazu hat und hielt in spannenden 19 Rennrunden seinen direkten Verfolger Dorian Boccolacci (Energy Corse) in Schach. „Während des Starts habe ich erst Postionen eingebüßt, danach lief es aber richtig gut. Die Führungsarbeit war trotzdem nicht einfach, mit Dorian hing mir ein starker Gegner im Nacken“, resümierte Matisic sein Rennen. Auch hinter den Beiden war das letzte Wörtchen erst mit dem Überqueren des Zielstriches gesprochen. Dylan Pereira (DAMES Racing) rangierte über weite Strecken auf einem sicheren Platz, doch zu Ende schloss Hannes Janker auf und versuchte noch den Sprung auf das Podium zu schaffen. Letztendlich behielt aber Dylan Pereira aus Luxemburg die Oberhand und wurde Dritter. Ein beeindruckendes Rennen fuhr die Fünfte Kim Oomen. Nach ihrem Ausrutscher im ersten Durchgang, zeigte sie nun der männlichen Konkurrenz wo es lang geht und sah die Zielflagge als Fünfte.

Meisterschaftsstand nach Hahn:

1. Hannes Janker (134 Punkte)
2. André Matisic (126 Punkte)
3. John Norris (119 Punkte)
4. Dennis Marschall (101 Punkte)
5. Dorian Boccolacci (82 Punkte)

In acht Wochen (11.-13.10.) startet die Deutsche Kart Meisterschaft in ihr Finale. Im belgischen Genk geht es um die letzten Meistertitel. Nach tollem Kartsport im Hunsrück, dürfen sich die Fans auch beim Finale der Saison 2013 auf aufregende Rennen freuen.


Quelle: kart-dm.de

Mittwoch, 24. Juli 2013, 06:45 Uhr

Ausfall nach Unfall beim 4. Lauf der VLN

Unverschuldeter Unfall riss den Farmsener Opel-Piloten schon früh aus dem Langstreckenrennen

Hamburg-Farmsen / Nürburg (FWA) - Der Einschlag war heftig und der Knall weithin zu hören, als der schwarze BMW Z4 am Ende der Start-Ziel-Geraden auf das rechte Hinterrad des Weiland-Opel Astra OPC krachte. Marc-Uwe von Niesewand, der als Startfahrer zu diesem Zeitpunkt hinter dem Steuer des ca. 300 PS starken Tourenwagen Platz genommen hatte, blieb nicht der Hauch einer Chance, den Unfall zu vermeiden und so fand das auf eine Distanz von vier Stunden angesetzte ADAC Reinoldus-Rennen für den Farmsener Rennfahrer bereits nach rund 20 Minuten ein vorzeitiges Ende.

Der frühe Ausfall war für von Niesewand und sein Team um so ärgerlicher, als man im Zeittraining am Samstag Morgen mit einer Zeit von 9:35,252 Minuten die siebtschnellste Zeit gefahren war und sich in der Cup-Klasse eine sehr gute Ausgangsposition für den vierten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft erarbeitet hatte. "Wir haben nach dem letzten Rennen einige grundlegende Änderungen am Fahrwerk unseres Opel Astra durchgeführt, die sich sehr positiv ausgewirkt haben", berichtete Marc-Uwe nach dem 90-minütigen Qualifying.

Kurz vor der Einnahme der Startpositionen gab es plötzlich noch einmal große Aufregung, denn der Opel mit der Startnummer 361 wurde wegen angeblichem Überholen unter gelben Flaggen bis auf die 12. Position zurückversetzt. Der Teamchef machte sich daraufhin sofort auf den Weg zu den Sportkommissaren und konnte beweisen, dass man lediglich an einem defekten Fahrzeug vorbeigefahren sei. Die Strafe wurde daraufhin zurückgezogen, doch die Organisatoren schafften es in der Kürze der Zeit nicht mehr, die Startaufstellung zu ändern, so dass der Weiland-Astra trotzdem von Platz zwölf ins Rennen gehen musste.

Als der Rennleiter pünktlich um 12:00 Uhr mittags die ca. 180 Fahrzeuge auf die 24,358 km lange Kombination aus Grand Prix-Kurs und Nordschleife des Nürburgrings schickte, gelang von Niesewand ein hervorragender Start, der das Mitglied der RSG Hamburg sehr schnell den Anschluss an die vor ihm fahrenden Konkurrenten finden ließ. "Die ersten beiden Runden liefen sehr gut. Ich konnte trotz einer Gelbphase gleich zu Beginn eine Zeit von 9:37 Minuten fahren, vier meiner Konkurrenten überholen und mich bis auf Rang acht verbessern. Auf der langen Geraden der Döttinger Höhe hatte ich bereits die drei auf den Plätzen fünf bis sieben fahrenden Autos beinahe eingeholt. Doch dann kam für mich eingangs der dritten Runde in der Mercedes-Arena völlig unerwartet der Einschlag, der mich aus dem Rennen riss. Der Fahrer des BMW Z4 hat sich zwar sofort bei mir entschuldigt, aber der Ausfall ist trotzdem sehr ärgerlich. Ich kam super zurecht und hatte mich auf einen schönen Acht-Runden-Turn auf meiner Lieblingsrennstrecke gefreut."

Bis zum nächsten Lauf der VLN am 24. August hat das Team nun knapp fünf Wochen Zeit, um den Tourenwagen wieder neu aufzubauen. Dann steht mit ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, welches über eine Distanz von sechs Stunden geht, der Saisonhöhepunkt der Langstreckenmeisterschaft auf dem Programm. Die Ziele von Marc-Uwe von Niesewand sind für den Rest des Jahres klar gesteckt: "Nachdem wir nun schon zwei Mal ausgefallen sind, ist die Meisterschaft für uns kein Thema mehr", so der Lufthansa-Projektingenieur. "Wir wollen uns aber weiter steigern, gute Einzelergebnisse herausfahren und mit etwas Glück vielleicht auch noch die eine oder andere Podiumsplatzierung erreichen."

Trotz der bisher wenigen, zählbaren Ergebnisse zog der Norddeutsche kurz vor der Saisonhalbzeit ein positives Fazit: "Ich hatte am Anfang etwas Probleme, meinen Fahrstil an das Auto anzupassen und leider bremste uns auch der eine oder andere Defekt. Aber inzwischen geht es spürbar vorwärts und ich freue mich schon richtig auf die nächsten Rennen."

Montag, 20. Mai 2013, 23:16 Uhr

Podiumsplatz für Marc-Uwe von Niesewand auf der Nordschleife

Dem Farmsener Rennfahrer gelang im Rennen des Renault Clio Cup Bohemia ein toller Gastauftritt

Hamburg-Farmsen / Nürburg (FWA) - Es war so als wäre er nie weg gewesen! Nachdem Marc-Uwe von Niesewand im vergangenen Jahr die Meisterschaft im Renault Clio Cup Bohemia gewonnen hatte, entschloss sich der 30-jährige Motorsportler aus Farmsen im letzten Winter, neben seinen neuen Karriereplänen nur noch sporadisch die ehemaligen Kollegen des französischen Markenpokals zu besuchen. Doch obwohl er mehr als ein halbes Jahr lang nicht mehr in seinem ca. 210 PS starken Renault Sport Clio RS III gesessen hatte, gehörte er auf seiner Lieblingsstrecke, der Nürburgring-Nordschleife, in allen Trainingssitzungen zu den schnellsten Piloten und musste sich im Rennen als Zweitplatzierter am Ende nur ganz knapp geschlagen geben.

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Vier verschiedene Sieger hatte der diesjährige Renault Clio Cup Bohemia in den vorangegangenen vier Rennen in Hockenheim sowie auf dem Slovakiaring bisher erlebt und nur all zu gerne wollte sich Marc-Uwe von Niesewand auf dem Nürburgring als fünfter Fahrer auf die oberste Stufe des Siegertreppchens stellen. In 2012 hatte er hier bei dem Vier-Runden-Rennen auf der Kombination aus Grand Prix-Kurs und Nordschleife im Rahmen der "24 Stunden" einen souveränen Sieg gefeiert. Deshalb lag für das Mitglied der RSG Hamburg nichts näher, als auch in diesem Jahr die mit 25,378 km längste und zugleich anspruchsvollste Rennstrecke der Welt als Ort für ein kurzfristiges Comeback auszuwählen.

Zu Beginn der Veranstaltung waren die äußeren Bedingungen für die Renault-Piloten zunächst alles andere als optimal, denn der regennasse und rutschige Asphalt des Eifelkurses machte die Zeitenjagd zu einer extrem risikoreichen Angelegenheit und verlangte den Teilnehmern höchste Fahrzeugbeherrschung ab. Bis zum Zeittraining trocknete es jedoch ab und von Niesewand konnte sich mit einer fast perfekten Runde für die erste Startreihe qualifizieren. "Mein Qualifying lief sehr gut. Ich war bis eine Minute vor Schluss auf Platz eins und erst in allerletzter Sekunde ist mein letztjähriger Teamkollege Dino Calcum noch 0,7 Sekunden schneller gewesen. Startreihe eins ist dennoch super, denn schließlich saß ich fast acht Monate nicht mehr im Clio, während die anderen schon zwei Rennwochenenden hinter sich haben", fasste der Lufthansa-Projektingenieur seine Leistung hinterher zusammen.

Als am Sonntag das Rennen mit einem "fliegenden" Start freigegeben wurde, gewann von Niesewand den Sprint hinunter zur Mercedes-Arena, konnte sich an die Spitze des Feldes setzen und in der Folge gleich vier bis fünf Sekunden von seinen Verfolgern absetzen. Doch die profitierten vor allem auf der langen Geraden entlang der Döttinger Höhe vom gegenseitigen Windschatten und fuhren die Lücke wieder zu. So zeichnete sich bereits zu Beginn der letzten Runde ein Herzschlag-Finale zwischen von Niesewand, Calcum und dem Schweizer Stefano Comini ab, an dessen Ende Marc-Uwe sich zwar dem Eidgenossen ganz knapp geschlagen geben musste, aber mit mehr als sieben Sekunden vor Calcum ungefährdet als Zweiter über den Zielstrich fuhr.

"Ich habe wohl am Anfang etwas zu sehr gepusht, deshalb haben gegen Rennmitte meine Vorderreifen abgebaut. Ab der zweiten Runde begann mein Auto ziemlich stark zu untersteuern, so dass ich meinen Vorsprung nicht halten konnte", sagte der Norddeutsche nach dem Rennen. "Bei dem Dreikampf um den Sieg hätte ich mich am Schluss nur mit einer sehr harten Fahrweise durchsetzen können, aber ich zog es vor, mich zurückzuhalten, da die anderen ja schließlich in diesem Jahr um die Meisterschaft fahren. Für mich war das auf jeden Fall ein tolles Wochenende, denn ich konnte auf Anhieb wieder vorne mit dabei sein und gleich aufs Podium fahren!"

Text: F. Wagner / Pitwall Media Office

Freitag, 10. Mai 2013, 20:25 Uhr

Marc-Uwe startet im Rahmenrennen des 24h-Rennens

Bei allen bisher ausgetragenen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring war Uwe Reich stets am Start - zweifellos ein Rekord für die Ewigkeit. Doch bei der 41. Auflage des Langstreckenklassikers muss der bereits 72-jährige Routinier zuschauen, denn ein eingeklemmter Nerv verursacht solche Probleme mit Bein und Rücken, dass man dem Rennfahrer dringend von einem Start auf der ca. 25 km langen und sehr anspruchsvollen Berg- und Tal-Bahn in der Eifel abriet.

"Natürlich bin ich sehr enttäuscht, dass ich diesmal nicht bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring mitfahren kann", erklärt der gebürtige Braunschweiger. "Aber ich folge dem ärztlichen Rat, denn alles andere wäre unvernünftig. Meine Physiotherapeutin hat goldene Hände und ich bin sicher, dass sie mich bis in ein paar Wochen wieder fit bekommt. Ich werde in diesem Jahr auf jeden Fall noch einige Kurzstreckenrennen fahren und freue mich schon darauf, der zum Teil wesentlich jüngeren Konkurrenz zu zeigen, dass man auch mit über 70 Jahren noch richtig schnell Auto fahren kann!"

So hält Reich's Sohn Marc-Uwe von Niesewand am kommenden Pfingstwochenende die Familienfahnen hoch.

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Der 30-jährige Diplom-Wirtschaftsingenieur aus Farmsen hat im vergangenen Jahr den Renault Clio Cup Bohemia gewonnen und bereitet zur Zeit gerade den nächsten Schritt in seiner Rennfahrerkarriere vor. Dennoch lässt das Mitglied der RSG Hamburg es sich nicht nehmen, mit der begehrten Startnummer eins auf seiner Lieblingsstrecke, der legendären Nordschleife des Nürburgrings, anzutreten.

"Nachdem ich im Renault Clio Cup im vergangenen Jahr den Gesamtsieg geholt habe, hätte es für mich keinen Sinn gemacht, noch ein weitere komplette Saison in der Serie zu bestreiten. Aber die Chance, in der berühmt-berüchtigten grünen Hölle anzutreten, lasse ich mir nicht entgehen", so der schnelle Hamburger Tourenwagen-Pilot.

Aufgrund des engen Zeitplans werden die mehr als 30 Clios ihr Vier-Runden-Rennen zusammen mit der Mini Trophy bestreiten, die jedoch zeitversetzt auf die Kombination aus Grand Prix-Kurs und Nordschleife geht. Das Zeittraining findet am Samstag um 9:00 Uhr statt, das Rennen wird am Pfingstsonntag um 09:45 Uhr gestartet.

Text und Foto: F. Wagner / Pitwall Media Office

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